Endlich wieder ein Sieg

Foto: Thorsten Helmerichs
Foto: Thorsten Helmerichs

Zehn lange Wochen musste der VfL Oldenburg und seine Anhänger auf ein Erfolgserlebnis warten. Am heutigen Samstag war es endlich wieder soweit. Mit 32:30 (18:14) setzte sich das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Niels Bötel beim Tabellenletzten TV Nellingen durch und beendete wie schon in der Hinrunde gegen das Team aus Ostfildern eine mehrwöchige Niederlagenserie. Nachdem schon im Vorfeld Cara Hartstock und Lisa Marie Fragge ausgefallen waren musste der VfL kurzfristig auch noch auf die erkrankte Nationalspielerin Angie Geschke verzichten. Für die verletzte Hartstock war Nachwuchsspielerin Marie Steffen ins Team gerückt und bildete mit Isabelle Jongenelen in Nellingen den Mittelblock in der Abwehr. „Natürlich fehlte bei beiden noch ein wenig die Abstimmung, aber sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Wir haben in der Abwehr einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und wesentlich aggressiver gespielt als zuletzt. Es war wichtig, dass wir uns endlich mal wieder belohnt haben. Trotz der vielen Ausfälle haben wir gekämpft und als Team gewonnen. Das haben die Mädels gut gemacht“, lobt der VfL-Trainer seine Mannschaft.

 

Schnell waren die Gäste durch Kristina Logvin und Kim Birke mit 2:1 in Führung gegangen. Zwar konnte Nellingen noch einmal ausgleichen, aber schon wenig später lag der VfL mit 6:3 vorne und hielt den Vorsprung bis zur Pause konstant bei 3–4 Toren. Beim Stande von 18:14 für den VfL ging es in die Kabinen.

 

Nach der Pause stellten die Gastgeberinnen ihre Abwehr um und verteidigten nun deutlich offensiver. Was den Grün-Weißen zunächst gar nicht schmeckte. So kam es das Nellingen mit einem 4 : 0 Lauf zunächst ausgleichen und nach halb gespielter Halbzeit sogar mit 24:22 in Führung gehen konnte. Aber der VfL kämpfte sich wieder ins Spiel und bereits fünf Minuten später brachte Myrthe Schoenaker ihr Team mit 26:25 erneut in Führung. „Wir haben gekämpft und uns belohnt. Was in der momentanen Situation mit dem angeschlagenen Selbstvertrauen gar nicht so selbstverständlich ist“, so der VfL-Trainer nach dem Spiel.

 

In der zweiten Hälfte der Halbzeit konnte der VfL zwar immer wieder in Führung gehen, aber die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln und glichen immer wieder aus. Erst als Schoenaker 47 Sekunden vor dem Ende mit ihrem siebten Treffer zum 32:30 einwarf, war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Julia Renner sorgte dann wenig später mit einer Parade dafür, dass der VfL mit einem Zwei-Tore-Sieg die Heimreise antreten konnte.

 

Am kommenden Samstag erwartet der VfL dann zum letzten Heimspiel der Saison den BVB Dortmund.

 

 

 

TV Nellingen

 

Wachter, Meißner – Ioneac 3/2, Tissekker, Degenhardt 10/1, Gera 5, Marcikova 3, Stuttfeld, Padutsch 6, Ridder, Issifou 3, Jäger

 

Gelbe Karte:               1

 

2 Minuten:                  2

 

Siebenmeter:              5/3

 

 

 

VfL Oldenburg

 

Renner, Ferenczi – Steffen 4, Staal, Birke 6, Genz, Jongenelen 2, Martens, Behrend 2, Logvin 4, Mikkelsen 3, Schoenaker 7/2, Roller 4

 

Gelbe Karte:               2 + 1

 

2 Minuten:                  3

 

Siebenmeter:              3/2

 

 

 

Zuschauer: 230